Social Media Conference Day – das 1X1 des Social Media Rechts

Nichteinhaltung kosten 4 bis 5‐stellige Beträge –  wie Sie verhindern, dass kreative Social Media Ideen zum rechtlichen Boomerang werden

Recht im Internet

Eine kleine Einführung in das Internetrecht

Rechtsanwalt Mag. Peter Harlander führte ein in  den aktuellen Stand der Rechtslage in der Welt der sozialen Medien ein.

Internetrecht ist noch immer schwer fassbar, weil es oft viele unterschiedliche Antworten sowie Gerichtsurteile gibt und viele Halbwahrheiten durch das Internet  kausieren.

Haftung: Wer haftet im Schadensfalle?
Es haftet immer der Betreiber der Webseite. Mitarbeiter, die gegen Rechte verstoßen, sind weitgehend befrei.

Ausnahme: wenn eine externe Agentur die Seite betreut, kann diese herangezogen werden.

Was können Folgen rechtswidrigen Handelns im Internet sein:
Zivilrechtliche Folgen ( Rechnungslegung, Entgeld,  Schadensersatz, Beseitigung, Unterlassung, ) bis hin zu strafrechtlichen Folgen ( je nach Schwere auch Freiheitsstrafe).

Wie können Sie rechtswidriges Handeln im Internet vermeiden?

Setzen Sie Ihren Hausverstand ein, Sie müssen keine lesen! Folgende drei Tipps sollten Sie beachten, wenn

  1. Rücksicht auf Grundwerte ( z.B. Eigentum an den Inhalten anderer schätzen und achten)
  2. Vorsicht vor egoistischen Wünschen: alles kostenlos verwenden zu wollen, ist eine Rechtsverletzung.
  3. Aktivierung der inneren Alarmglocke: z.B grenzwertige Werbemaßnahmen

Wie organisert man  im Unternehmen Social Media Aktivitäten:

  • Kompetenzen der ausführenden Mitarbeiter feststellen und wenn nötig nachschulen.
  • Kompetenzen festlegen: Machen Sie klar, was die ausführende Person können muss, kaufen Sie auch externe Schulung,, Beratung und Kontrolle nach.
  • Kompetenzen  festschreiben: Halten Sie schriftlch fest, wer im Unternehmen was darf und nach welcher Strategie vorgegangen werden soll. Hier dienen Social Media Guidelines dem Zweck, festzulegen, wer kommuniziert, in welcher Sprache, was zu tun ist bei Rechtsunsicherheiten, in Krisen und wie diese verhindert werden.

Im Anschluss beantwortete brennende Fragen und Unsicherheiten aus dem Auditorium:

1. Wie darf man Bilder aus dem Internet ohne Wasserzeichen nutzen:
Fotos sind IMMER urheberrechtlich geschützt! Der Inhaber des Materials muss das nicht kennzeichnen
Wer die nutzen möchte, muss sich das Recht vom Rechteinhaber holen.

Tipp: Geben Sie immer die Quelle an und hinterfragen Sie die Glaubwürdigkeit dieser Quelle!

2. Facebook und Gewinnspiele
Auf Facebook über die Promotion-Guidelines sollten Sie sich immer informieren, da hier viel geändert wird und

3. Google Maps: Einbindung ohne Lizenz nur erlaubt, wenn die Präsenz öffentlich ist. Ist eine Seite im Zugang beschränkt ( z.B. mit LogIn), muss eine Lizenz für Google Maps erworben werden. Ähnlich ist dies auch bei anderen Schnittstellen, für die Rechte an lizenzfreien Anwendungen vor der Einbindung geklärt sein!

4. Impressum bei facebook und Google+ Unternehmensseiten

Muss ein Impressum auf den einzelnen Social Media stehen ? Hier lautet die aktuelle Rechtssprechung in Österreich, dass jeweils ein Link zum Impressum im Informationsbereich des sozialen Netzwerkes reicht. In Deutschland ist dies derzeit in Diskussion – hier wird derzeit ein vollwertiges Impressum gefordert, ein Link reicht hier nach aktueller Entscheidung nicht mehr aus.

5. Fotowettbewerbe: wie dürfen die Bilder genutzt werden?
Auf der sicheren Seite ist das Unternehmen, wenn es sich von den Nutzern bestätigen lässt, das man als Unternehmen die Rechte an den Bildern hat und sie auch in Print oder an anderen Stellen veröffentlichen möchte.

 

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