Hotelbewertungen bei Google

Hotelbewertungsplattformen im Internet – Sie meinen also Ihre Gäste lesen sowas nicht?

Vor kurzem sagte ein Hotelier zu mir: „Meine Gäste lesen doch nicht diesen Schwachsinn, der in Hotelbewertungsplattformen steht“. Vielleicht, aber Ihre Gäste googlen. Wir alle googlen. Und das kommt nicht von ungefähr, denn Google ist die am meisten frequentierte Suchmaschine weltweit. Googlen wurde zum Synonym für die Suche im Internet. Seit seiner Erfindung 1998 spielt Google eine immer gewichtigere Rolle im Tourismus: Google-Ergebnisse entscheiden heute über den wirtschaftlichen Erfolg oder Misserfolg eines Hotels oder einer Tourismusregion.

Ihre Urlaubsgäste sind online, sie recherchieren vorab über ihre Urlaubsdestinationen, die günstigsten Flüge, die beste Hüttengaudi… Und natürlich wollen sie, besonders wenn sie kurz davor sind, mehrere hundert Euro für eine Woche Urlaub in ihrem Hotel auszugeben, ihre Entscheidung absichern. Und was wäre da naheliegender, als auch ein bisschen in den Hotelbewertungen zu schmökern? Dazu braucht Ihr potenzieller Gast neuerdings gar nicht mehr auf Tripadvisor, Qype, Hotelkritiken oder Holidaycheck gehen, denn:

Seit neuestem listet Google im obersten Bereich des Suchergebnisses, gleich über oder unter dem Ergebnis zu Ihrem Hotel. Das sieht dann so aus:

Hotelbewertungsplattformen

Hotelbewertungsplattformen

Also, es mag schon stimmen, dass Ihre Gäste mit Hotelbwertungen (noch) nichts am Hut haben, aber ihre Gäste wissen, wie man Google bedient. Und früher oder später findet Ihr Gast eine Hotelbwertung in der Ergebnisliste und klickt aus Neugierde drauf. Auch auf die „unpassenden“ wird er klicken. Ist ja auch sein gutes Recht! Er möchte schließlich wissen, was er für sein Geld bekommt.

Die Konsequenz, die es daraus zu ziehen gilt: Nicht fürchten, handeln. Und den Feind zum Freund machen: Fordern Sie ihre begeisterten Gäste systematisch auf, Bewertungen über Ihr Hotel zu posten, versuchen Sie, so viele Hotelbewertungen wie nur möglich zu erhalten. Denn: Es gibt keine „guten“ oder keine „schlechten“ Bewertungen – was zählt sind die Menge, die Information und die Authentizität dieser Berichte. Ehrlich.

P.S.: Apropos ehrlich: Versuchen Sie bloß nicht, Ihre positiven Bewertungen selbst zu schreiben. Es ist nämlich nicht die Frage, ob gefakte Bewertungen irgendwann auffallen, sondern eigentlich nur: WANN sie auffallen.

Schlagwörter: ,