Der Ausweg aus der Krise: Sepp Schellhorn (ÖHV) auf dem Tourismusgipfel 2011

In jeder Krise liegt eine Chance! So beginnt Schellhorn seinen und das 2. Referat des Tourismusgipfels. Er beschreibt, nach den eher düsteren Prognosen, wie Österreich den Weg aus der Krise schaffen kann und stellt die Sonderauswertung der ÖHV – Destinationsstudie 2011 vor.

Chancen nutzen: Schellhorn über die Marke der Alpen

Chancen nutzen: Schellhorn (ÖHV)über die Marke der Alpen

Was und behindert sind fehlende Werbeaufwände ! Wir müssen erreichen, dass Tourismus eine Exportwirtschaftssache ist: der Tourismus ist das internationalste überhaupt! Dieser Claim darf nicht nur ausgesprochen bleiben – Destinationen müssen auf neue Situationen eingehen aber auch die Kernmärkte nicht vernachlässigen!

Die hochaktuelle Destinationsstudie zeigt: der Durchschnitt der Herkunftsmärkte in Österreich liegt bei 3 Märkten!
Was folgt daraus: Destinationen müssen auch auf andere Märkte setzen, aber wir dürfen nicht die bisherigen Kernmärkte vergessen. Deutschland ist ein wichtiger Hauptherkunftsmarkt –  und auch dieser Markt spielt in die Internationalisierung!

Es ist zwar ein Anstieg der internationalen Ankünfte in Österreich zu erkennen, aber die Anzahl der Nächtigungen Pro Urlaub gehen zurück. Was also ist zu tun? Wie kann und muss eine Destination dieser Entwicklung entgegenwirken?

Raus aus den Schranken: Wo liegen Lösungen und Chancen für den Tourismus in Österreich?

Eine Antwort auf die obigen Fragen: Destinationen müssen die eigenen Schwerpunkte und Ihre Einzigartigkeit erkennen, definieren und ausbauen. Dann die eigenen USPs bewerben. Werbung muss ausgebaut werden, die Gäste spezifisch für die Einzigartigkeit einer Destination sensibilisiert werden! Fehlende Werbebudgets dürfen nicht der Bekanntheit der eigene Marke im Wege stehen.
Die Alpen sind ein Produkt, das nur wenige Länder haben, die Konkurrenz um sie ist eher klein. Diese Ausgangslage ist ein Geschenk, eine Chance, diese  gilt es unbedingt zu nutzen! Werbung ist hier ein unendlich wichtiger Weg!

Ziele

Dann  bringt der Präsident der ÖHV noch eine wichtige Zahl – ein Ziel auf den Plan: Bis 2030 sollen mehr Ankünfte erzielt werden – in Zahlen: 66 Millionen. Ob und wie dies zu erreichen ist, liegt nun an dem beschriebenen Umdenken in Politik und Tourismus.Werbung und die Bereitstellung nötiger Mittel ist diesbezüglich das Gebot der Stunde!

Fazit:

  • die Kernmärkte dürfen nicht vernachlässigt werden, hier besteht sogar Aufholbedarf
  • Bergerlebnisse und die Alpen müssen mehr beworben werden, um gerade die Deutschen Urlauber für den Zauber und die Marke des Alpenraumes zu sensibilisieren
  • USPs müssen herausgearbeitet werden, Destinationen sollen nicht kopieren,was andere haben, sondern das ausbauen und bewerben, was sie einzigartig macht.
  • Es bedarf, und das ist die Chance, einer elementaren Strukturreform, in der Bewerbung von Österreich!
  • Es braucht eine Internationalisierungsstrategie,um Kern- und Zielmärkte bestmöglich zu begeistern, abzuholen, anzulocken
  • Werbung muss ausgebaut werden, vorhandenes Geld besser verteilt und genutzt werden, ohne Schranken und Stillstände seitens der Politik.

 Der Appell:

Wachstum findet nur mehr auf dem internationalen Parkett  statt –  deshalb muss auch Österreich auf diesem Parket mitspielen. Verbände und Destinationen sollen nicht gegeneinander sondern miteinander werben um international mithalten zu können.

Die Schweiz macht es laut Schellhorn vor: hier wird 5 Mal so viel für jede Destinationgeworben wie in Österreich.

 

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