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Die Zukunft des Wintertourismus in den Alpen. Was ändert sich?

Skifahren alleine ist zu wenig, denn Urlaubsgäste sind zunehmend polysportiv – was sich die Urlauber wünschen und was das für Sie im Tourismus bedeutet hat NCM auf der ITB erfahren

Später Donnerstagvormittag, eine gut besuchte Bühne in einer der zahllosen, riesigen Hallen auf der größten Tourismusmesse der Welt, der ITB in Berlin. Wenig deutet darauf hin, dass hier gleich eine der spannendsten Veranstaltungen der ITB 2018 stattfindet – und die inhaltlich wichtigste für den gesamten europäischen Wintertourismus. Denn hier erfährt man, wie die Deutschen – Europas mit Abstand bedeutendste Urlauber-Nation – ihren Winterurlaub erleben und noch besser, was sie sich in Zukunft von ihrem Winterurlaub wünschen.

Symposium: Dein Winter. Dein Sport.

Wer bereit ist die Perspektive anzupassen, wird auch in Zukunft vom Wintertourismus in den Alpen profitieren können. Die brandaktuelle „Nationale Grundlagenstudie Wintersport Deutschland 2018“ zeigt der Tourismusindustrie Chancen auf, die es zu nützen gilt. Den Tod des Wintertourismus in den Bergen Mitteleuropas sieht Studienautor Prof. Ralf Roth von der Deutschen Sporthochschule Köln in keinster Weise bestätigt. In einem spannenden Symposium präsentieren Roth und Prof. Hubert Siller vom  Management Center Innsbruck die Ergebnisse und diskutieren sie mit namhaften Experten.

Die wichtigsten Infos zusammengefasst, Video zum nachsehen und Folien als Download

Alle Touristiker, die diese Präsentation versäumt haben, haben hier im TBR-Blog die Chance:

Die Wintersport-Nachfrage bleibt auf stabilem Hoch – Zahlen und Fakten

Von den sportlichen Deutschen – 40 Prozent bewegen sich gar nicht – machen 63,6 Prozent Wintersport und investieren pro Jahr bis zu 13 Milliarden Euro in diesen Bereich.

Insgesamt gibt es in Deutschland 27,7 Millionen Menschen mit Wintersporterfahrung und davon waren im Jahr 2017, einem Winter mit wenig Schnee 23,2 Millionen als Wintersportler aktiv – die Nachfrage ist demnach unabhängig von den Schneeverhältnissen auf hohem Niveau stabil und es gibt eine zuverlässige Basis an aktiven Wintersportlern.

Diese große Basis bestreitet pro Saison 339 Millionen Wintersporttage – das sind 14 Wintersporttage pro aktivem deutschen Wintersportler.

Skier Days haben ausgedient – neue „Währung“ Wintersporttage

Allerdings hat sich die „Währung“ in der Wintersport gerechnet wird verändert. Sprach man früher von „Skier Days“ ist es heute sinnvoll von Wintersporttagen zu sprechen. Denn die Wintersportler von heute sind polysportiv. Die Zahlen beim Alpinskifahren stagnieren, Snowboarden geht stark zurück  aber bei den nordischen Bewegungsformen gibt es eine Zunahme von über 30 Prozent.

Dennoch ist Ski alpin nach wie vor der Bereich mit der absolut höchsten Wertschöpfung der „Treiber“ des Wintertourismus. 7 Millionen Alpinskifahrer absolvierten 2017 103 Millionen Skitage.

Urlaubsthema „Bewegung im Schnee“

Das Urlaubsthema 2018 ist „Bewegung im Schnee“. Neben Ski alpin sind Ski nordisch, Winterwandern, Snowboarden, Tourengehen, Schlittenfahren und Schneeschuhlaufen die wichtigsten Themen.

Durchschnittlich übt jeder Deutsche, der Wintersport betreibt, über 2 dieser Bewegungsformen aktiv aus.

Urlaubszahlen bleiben beständig – Produktanpassungen sind notwendig

Auch die Urlaubszahlen bleiben beständig. Über 70 Prozent derer, die Ski alpin oder Langlauf betreiben, fahren jetzt und in der Zukunft auch auf Winterurlaub. Das ist eine solide und verlässliche Situation. Sie darf allerdings nicht dazu führen, nicht an dem Produkt zu arbeiten. Eine Verbreiterung des Angebots ist das Gebot der Stunde.

 

Was diese Änderung für Ihre digitale Strategie bedeuten

Die sich ändernden Bedürfnisse der Winterurlauber hat für viele Touristiker eine Anpassung der Strategie zur Gästegewinnung zur Folge. Für die digitale Strategie bedeutet das, dass es in Zukunft nicht mehr genügen wird, online die Vorteile und die Schönheit des eigenen Hotels hervorzustreichen. Dem Urlaubssuchenden sollte auf der Website ein umfassendes Schneeerlebnis präsentiert werden. Holistischer Content, der alle Sportarten kommuniziert, weit über Ski alpin hinausgeht und sämtliche Wintermöglichketen vermittelt, überzeugt den Gast.

#DigitalStrategy – kontaktieren Sie NCM für eine Beratung von Experten

Ausgewiesene Tourismusexperten diskutieren die Zukunft des Wintersports in den Alpen

Direkt auf die Präsentation der Zahlen folgt im Rahmen des Symposiums „Dein Winter. Dein Sport“ die Diskussion zur Zukunft des Wintersports in den Alpen (im Video ab Minute 17:08.).

Die Vertreter der Regionen Salzburg und Tirol, Leo Bauernberger und Josef Margreiter sowie Studienautor Prof. Ralf Roth und Prof. Hubert Siller präsentieren Thesen zur „Zukunft des Wintersports in den Alpen“:

  • „Das Erlebnisgut Schnee ist einzigartig und hochindustriell.“
  • „Die Wintersportnachfrage wird auch in Zukunft nicht einbrechen!“
  • „Ski alpin ist als Premium-Segment nicht substituierbar.“
  • „Der Alpentourismus lebt überwiegend vom Wintersport!“
  • „Wintersportler aus Asien werden bis 2030 im Alpenraum keine große Rolle spielen.“
  • „Der Umgang mit Klima und Wetter ist beherrschbar – eine populistische Klimawandel-Debatte nicht!“

Video des Symposiums auf der ITB 2018: Dein Winter. Dein Sport. Symposium der Deutschen Sporthochschule Köln und des Management Center Innsbruck.

Präsentation der „Nationalen Grundlagenstudie Wintersport Deutschland 2018“ und Expertendiskussion mit Prof. Ralf Roth, Prof. Hubert Siller, Leo Bauernberger, Josef Margreiter.

Die Präsentation als Download

Als besonderen Service stellen wir Ihnen die gesamte Präsentation auch als Download zur Verfügung. Geben Sie Ihre E-Mailadresse ein und der Download-Link wird Ihnen zugesandt:
Nationale Grundlagenstudie Deutschland Wintersport 2018 – Studienergebnisse als PDF anfordern

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