Social Marketing: Erst die richtigen Fragen stellen, dann starten

David Berkowitz

David Berkowitz

Das Social Web und alle seine dazugehörigen Marketingformen sind derzeit in aller Munde. Die Möglichkeiten scheinen grenzenlos, die Verlockung, einfach los zu legen, ist riesig. Schließlich sind wir alle Macher, oder?

Kein Wunder, dass wir alle zupacken wollen und möglichst schnell unser Geld in den neuen, hippen Werbeformen angelegt sehen wollen. Doch die Stimmen mehren sich, die sagen: Erst nachdenken, dann starten. Gerade habe ich über Twitter wieder einen tollen Artikel von David Berkowitz gefunden.

» Artikel “The Four Questions to Answer for Success in CPG Social Marketing”

David Berkowitz erklärt darin, dass man sich vier Fragen stellen muss, bevor man mit Social Media Marketing beginnt.

1. Gehen die Ergebnisse, die Sie aus Social Marketing erzielen können, einher mit den  Zielen Ihrer Marke oder Firma?
Eine wirklich interessante Frage. Wer zum Beispiel für seine Marke auf Geheimniskrämerei setzt, sollte wirklich gut darüber nachdenken, ob er auf Social Marketing setzen will. Denn in Social Medias heißt die Devise: Dialog. Wer alles und jeden in seiner Firma kontrollieren will und darauf Wert legt, dass seine gesamte Firma von Alpha bis Omega stets nur die „corporate“ Version zeigt, ist wahrscheinlich mit Social Marketing auf dem falschen Dampfer. Denn das Engagement in Social Media heißt, dass man nicht nur seine „Eigensicht“ der Dinge ins WWW hinauströtet,sondern auch ungeschminkt das Echo der Zielgruppe zurückbekommt.

2. Wie hilft Social Marketing, den Wert Ihrer schon bestehenden Kommunikationskanäle zu steigern?
„Gestern Abend, null Uhr achtzehn, in der Wiederholung einer TV-Sondersendung über meine Region, da war ganz kurz auch unser Hotel zu sehen.“ Toll, aber (fast) unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Nicht so mit Social Media Marketing: Da hätten Sie Ihre gesamte Facebook-Fangroup bitten können, sich um diese Zeit vor den Fernseher zu setzen, hätten die Fernsehstation um Erlaubnis gebeten, die kurze Sequenz auf Ihrem YouTube-Channel zu präsentieren und Ihr treuester Stammgast hätte getwittert: „In Echt noch viel schöner! Mein Lieblingshotel ist grad im Fernsehen!“. Wenn Sie Social Marketing so betreiben (können), sind Sie auf der Erfolgsstraße. Denn dann wird aus einem Ereignis in einem Kommunikationskanal eine Flut von Ereignissen in allen möglichen Kanälen.

3. Können Sie den Regeln von Social Media treu bleiben, wenn Sie über Social Web Marketing für Ihr Unternehmen machen?
Social Media Regel Nummer 1: Alle sind gleich. Social Media Regel Nummer 2: Nicht mit „Ich über mich“ langweilen. Wenn Sie keine Inhalte finden, die Ihren Kontakten Mehrwert, zusätzliche Information oder Identifikation bieten, schalten Sie bitte weiter Anzeigen in Hochglanzmagazinen. Denn die „Prospekt-Version“ Ihres Hotels interessiert da draußen im Social Web niemanden. Ihr Kasnocken-Rezept schon eher. Und die Wanderroute für Insider noch mehr.

4. Können Sie sich von den Social Marketing Maßnahmen geldwerten Nutzen versprechen?
Wenn Sie also den ganzen Tag gebloggt, getwittert, gefacebookt und geflickrt haben, dann wollen Sie am Abend sehen, wofür Sie das alles machen, richtig? Goldrichtig! Der Einsatz von Social Media darf am Ende nicht Ihr Hobby sein, sondern muss sich auf Ihren Unternehmenserfolg auswirken. Mehr Facebook-Freunde alleine bringen nix – es sei denn, sie verbringen gerne, häufig und immer öfter ihren Urlaub bei Ihnen.

So, genug meiner erklärenden Worte zu David Berkowitz´ schlauen Gedanken auf dem Google CPG Blog. Für die ganz Eifrigen unter Ihnen: Hier geht’s zum Link des PDF-Buches, das die Firma 360i, für die Berkowitz arbeitet, herausgegeben hat. Das Social Media Playbook – 56 Seiten wertvolle Information vollkommen gratis. Schöne neue Social Media Welt!

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