ÖHV-Kongress 2012 in Schladming

Gesellschaft im Wandel

Traumhafte Skiberge zu allen Seiten, im geografischen Zentrum von Österreich und mit einem nagelneuen Veranstaltungszentrum ausgestattet: Der ÖHV-Kongress macht dieses Jahr Station in Schladming. Das Thema der drei Tage: „Gesellschaft im Wandel. Der Wille, die Welt zu verändern.“

Der Anlass zu diesem Leitspruch liegt in der aktuellen Krise. Und trotz, oder vielleicht gerade wegen dieses heiklen Themas, war die Halle in dem beeindruckenden Congress-Gebäude bestens gefüllt. Durch den Tag führte Ronald Barazon.

Nach der Begrüßung durch die ÖHV-Präsidenten Peter Peer und Sepp Schellhorn, war Wirtschaftskammer Präsident Dr. Christoph Leitl als erster Sprecher geladen. Mit dem Appell, die Zurückstufung Österreichs (Standard & Poor‘s) nicht zu negativ zu sehen, eröffnete er seine Bestandsaufnahme der letzten Monate. Dem Tourismus als einem der wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes, sicherte er, wie auch trotz der Krise in den letzten Jahren, Unterstützung vonseiten der Wirtschaft und Politik zu. Auch betonte er die Rolle vieler touristischer Unternehmer, die mit positiven Bilanzen als Beispiel für das größere, aber deswegen nicht unmöglich zu managende „Unternehmen Staat“ seien. Ziel sei es, eine positive Zukunft zu ermöglichen, anstatt Hypotheken für die nächste Generation zu hinterlassen.

Mathematik zur Erklärung und als Lösungsansatz

Den zweiten Vortrag des Vormittags gestaltete Universitätsprofessor Dr. Rudolf Taschner. Der praktisch denkende Mathematiker leitete mit 3 Anregungen die Mittagspause ein:

A: Nicht alles auf eine Karte setzen. Da die Zukunft nicht berechnet, sondern nur geschätzt werden kann (um im Mathematiker-Jargon zu bleiben), gibt es keine 100%ige Sicherheit.

B: Kein Neid. So gut man auch ist, es wird immer Bessere geben. Schlechtere zwar auch, aber die bleiben nicht im Blickfeld. Neid als Ansporn führt lediglich zu riskanten Unternehmungen.

C: Vertrauen in Partner. Dazu braucht wohl nicht viel gesagt zu werden. Know-how, andere Kernkompetenzen, Erfahrungs-Austausch: Als Einzelkämpfer wird es für Unternehmen in einer vernetzten Welt immer schwieriger, der Beste zu sein.

Mit diesen Denkanstößen ging es in die Mittagspause.