Herausforderung der nächsten Jahre

Lösungen statt Problemen

Die Krise beschäftigte auch Bundesminister Dr. Reinhold Mitterlehner am Mittwoch des ÖHV-Kongresses 2012. Im Gegensatz zu den Vorrednern am Dienstag sah er die Zukunft Österreichs jedoch positiver.

Grundlage dafür sei zum einen die Tourismusregionen mit ihren einzigartigen Landschaften als Faktor, der „nicht schlechtzureden oder von Ratings zerstört werden“ könne. Auch habe man in den besseren Jahren vorgesorgt und sei im Moment gerüstet für neue Märkte und Produkte. Die Folge davon sei die gleichbleibend niedrige Arbeitslosenquote.

Der Zyklus aus Krise und Entspannung werde immer kürzer werden, sodass die Erholungsphasen besser genützt werden müssen. Als Lösungsvorschlag, der in Österreich schon umgesetzt wird, nennt er, in Anlehnung an die Rating-Agenturen, den „Triple-I Plan“:

  • Innovationspotential heben
  • Investitionen forcieren
  • Internationalisierung fördern

Die Trends der nächsten Jahre

  • Urlaubsgäste werden in Krisenzeiten sogar mehr Geld ausgeben, um in eine „heile Welt“ zu flüchten.
  • Der demografische Wandel erfordert neue Angebote, besonders für das gehobene Alter.
  • Gleichzeitig reisen aber mehr junge Menschen selbstständig.
  • Deutschland bleibt wichtigster Markt. Der Trend geht mehreren kurzen Urlauben pro Jahr.
  • Die neuen Herkunftsmärkte (BRICS und CEE) wachsen überproportional.

Herausforderungen

Um diesen neuen Trends gebührend begegnen zu können, müssen einige Punkte in Angriff genommen und gemeistert werden:

  • Stärkere Koordination der Werbung von Bund und Länder
  • Erfolgreiche Übergaben – 50% aller Betriebe übergeben in den nächsten 10 Jahren
  • Erreichen einer optimalen Betriebsgröße
  • Zielgruppengerechte Angebotsentwicklung

Zusammenfassend stellte Minister Mitterlehner fest, dass noch einiges zu tun sei, die Zukunft aber weit nicht so schlecht aussehe, wie von vielen prognostiziert wird.