ENTER 2011 – ein Rückblick

Am Freitag den 28. Januar ging die spannende 18. Auflage der ENTER Conference im Congress Innsbruck zu Ende. In gewohnter Manier war auch wieder ein Austrian eTourism Day dabei, welcher für große Spannung sorgte. Der eTourism Day stand ganz im Zeichen der heimischen Hotelerie und dem Destinationsmanagement, welche sich zunehmend mit schwieriger werdenden Herausforderungen konfrontiert sehen. Dahingehend setzte auch eine hochkarätige Expertengruppe mit Kapazundern der Tourismuswirtschaft ihren Diskussionsfokus.

Josef Magreiter, Thomas Reisenzahn, Rainer Gruber, Gregor Kadanka und Richard Lanner kamen somit schnell auf einen gemeinsamen Nenner, nämlich das immer wichtiger werdende Multi Chanel Marketing. Gleich zu Beginn ließ Thomas Reisenzahn von der ÖHV mit dem Statement aufhorchen, dass die ÖHV das Jahr der Direktbuchungen ausruft, denn 2010 waren noch immer 30% der heimischen Beherbergungsbetriebe nicht direkt online buchbar. Dies unterstrich Josef Magreiter (Tirol Werbung) mit einem „online buchen ist schlichtweg unsexy“. Contentmanagement und Informationen von den DMOs müssen von den Hoteliers demnach so aufbereitet werden, dass der Gast ein überzeugendes, emotionales und auf seine Bedürfnisse zugeschneidertes Angebot findet, welches ihn interaktiv überzeugt und einfach Lust auf Urlaub macht. Auch Richard Lanner (Salzburger Land Tourismus) stieß ins selbe Horn und meinte, dass wir von den „Tourismus Marketing Zombie Wörtern“ Abstand nehmen müssen und mehr auf den Gast eingehen müssen, damit wir das Angebot auf den eigenen Websites für ihn interessanter gestalten und ihn soweit überzeugen können, dass er sich schon auf die Tage in der Destination freut.

Laut Expertentenor muss der Weg davon weggehen, dass das Buchen nur dann sexy ist wenn der Preis günstig ist, denn die Hoteliers sollten sich die verlorene Preishoheit (an Buchungsplattformen etc.) mit interessant gestalteten Angeboten wieder zurückkämpfen und den Buchungsvorgang daher auf ihrer eigenen Website zum Abschluss bringen. Rainer Gruber (Pegasus) formulierte dies mit den Worten „Hoteliers müssen aus der Offlinewelt wachgerüttelt und in Onlinewelt komplett eingeführt werden, damit sie Angebote wieder attraktiv mitgestalten können. Dazu gehöre es, sich den verschiedenen Kanälen gleichermaßen zu bedienen, damit der Gast das Angebot auch dort findet wo er es sucht.

Aus „Kunden“ werden GÄSTE gemacht und somit wandelt sich auch der e-Commerce zum Social Commerce. Daher muss es gelingen aus der Phase des Kennenlernens der SM Chanels herauszukommen und in die Phase des Mitgestaltens einzutauchen, denn WOM ist und bleibt einfach ein wichtiges „Tool“ welches nur in bestimmter Art und Weise mitgestaltet aber nicht nach Lust und Laune gestaltet werden kann. Deshalb sollten sich auch die 80% von den Hoteliers, welche Gästebewertungen noch immer nicht wahrnehmen fragen, ob ihre Denke auch noch einer Time Based Competition entspricht, oder ob sie doch das Buchungsverhalten der Gäste mit beeinflussen möchten.

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