Die neuen Google Webmasterrichtlinien

Google hat vergangenen Mittwoch seine Webmasterrichtlinien einem Update unterzogen. Die Richtlinien dienen Webmastern, Agenturen und Programmierern als Grundlage für den Aufbau einer Webseite. Sie untergliedern sich in drei Hauptbereiche – technisch, Gestaltung und Inhalt sowie allgemeine Qualitätsrichtlinien. Allen voran steht aber die oberste Empfehlung:

Erstellen Sie Seiten in erster Linie für Nutzer, nicht für Suchmaschinen.

Die Webmasterrichtlinien dienen Google dazu, Seiten einzuordnen und diese in der Sichtbarkeit besser einstufen zu können. Dabei hat der Suchmaschinenkonzern immer das bestmögliche Ergebnis für den Suchenden im Auge.

Einige der Änderungen stellen wir euch vor:

Vermeiden Sie den Einsatz von Brückenseiten

Bei Brückenseiten handelt es sich in der Regel um eine umfangreiche Sammlung von Seiten mit geringer Qualität. Jede Seite ist hierbei für einen bestimmten Suchbegriff oder eine bestimmte Wortgruppe optimiert.

Damit sind vor allem auch Seiten gemeint die ähnlichen Inhalt besitzen und nur dem Zwecke dienen zu einem bestimmten Suchbergriff zu ranken, dabei dem Leser aber keinen konkreten Mehrwert bieten.

Beispiel: Sie haben auf Ihrer Webseite 10 Seiten zum Suchbegriff „Skifahren + Destination“. Alle Seiten behandeln das gleiche Thema und unterscheiden sich inhaltlich kaum. Diese Seiten werden in Zukunft abgestraft bzw. als nicht „Google-konform“ gesehen.

Als Lösung gilt es hier Seiten zu erstellen, die dem Nutzer auch reale Informationen und Mehrwerte bieten. Diese sind dann ebenfalls einzigartig und jede Seite steht für sich.

Vermeiden Sie automatisch generierte Inhalte

Automatisch generierte Inhalte sind Inhalte, die durch ein Programm erstellt wurden. Häufig handelt es sich um wahllose Textabschnitte, die für die Leser keinen Sinn ergeben, jedoch eventuell Keywords enthalten.

Diese neue Richtlinie betrifft vor allem zwei Fälle. 1. automatische Übersetzungen und 2. Texte, die durch Schnittstellen auf der Webseite dargestellt werden.

Wurde die Hotelwebseite auf Deutsch erstellt und es musste schnell eine englische Sprachversion der Seite her, dient meist ein Online-Übersetzungsprogramm als Hilfe zur Erstellung der Texte. Diese Texte werden dann 1:1 übersetzt und auf der Webseite veröffentlicht. Google sagt nun aber, dass auch die Übersetzungen so bearbeitet gehören, dass sie für den Leser Sinn ergeben und logisch klingen – das bekommen die Übersetzungsprogramme „leider“ noch nicht hin. Also die Texte immer händisch übersetzen bzw. spezifisch für den jeweiligen Markt schreiben lassen.

Ebenfalls kann diese Richtlinie Seiten von Destinationen oder Angebotsgruppen treffen. Auf diesen Webseiten werden sehr oft per Schnittstellen eingespielte Daten von Unterkünften dargestellt. Diese Daten kommen nicht nur auf dieser Webseite vor, sondern werden durch die Schnittstellen ebenfalls auf anderen Webseiten eingebunden – was in erster Linie zur Verwirrung führt, da Texte mehrfach im Netz vorhanden sind.

Neu ist aber auch, dass die automatisch eingespielten und nicht bearbeiteten Inhalte als „böse“ angesehen werden. Daher empfehlen wir, die Texte die über eine Schnittstelle kommen, zu überarbeiten und auf die jeweilige Seite, auf der sie dargestellt werden sollen, anzupassen.

Vermeiden Sie das Einfügen von kopierten Inhalten

Nicht neu aber immer noch sehr aktuell ist das Phänomen des „Duplicate Contents“. Dabei werden Inhalte von anderen Webseiten 1:1 auf der eigenen Webseite dargestellt – in der Hoffnung mit diesem Inhalt ebenfalls gute Ergebnisse zu erzielen.

Einige Beispiele wie man es nicht machen sollte:

  • Websites, die Inhalte von anderen Websites kopieren und erneut veröffentlichen, ohne eigene Inhalte oder Mehrwert hinzuzufügen
  • Websites, die Inhalte von anderen Websites kopieren, leicht verändern (z. B. durch Ersetzen von Synonymen oder mithilfe automatisierter Techniken) und erneut veröffentlichen
  • Websites, die Inhaltsfeeds von anderen Websites reproduzieren, ohne eine individuelle Organisation oder einen zusätzlichen Nutzen für die Besucher zu bieten

Google ist immer darauf bedacht das Suchergebnis für den jeweiligen Suchenden bestmöglich zu gestalten und gibt uns mit den Webmasterrichtlinien ein wichtiges Tool zur Erstellung der Webseite an die Hand – wer sich dran hält, ist auf jeden Fall auf dem richtigen Weg eine solide Basis für seinen Erfolg im Internet zu erstellen.

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