Der Social Media Conference Day 2011 – Social Media Relations

Social Media Relations, das mobile Internet und die Bedeutung für den Tourismus

Nach der Mittagspause in der herrlich warmen Salzburger Sonne ging es beim Social Media Conference Day auf der Gast Messe Salzburg weiter mit der sozialen Seite der sozialen Medien.

Social Media Relations

Social Media Relations mit Björn Eichstädt

Björn Eichstädt stieg mit der ein: was die Social Media eigentlich so sozial macht – mal ganz über Technik und all die verschiedenen Instrumente und Plattformen hinaus.

Was macht Facebook, Twitter und neuerdings auch Google eigentlich “sozial”? Es geht immer um die Beziehungsebene, die Medien und digitale Kommunikationen sozial machen. Wie aber schaffen es Unternehmen, eine Beziehung zu Menschen aufzubauen, die sich nicht primär von Werbung beschallen lassen wollen, sondern sich austauschen wollen?

Viele Unternehmen verwechseln soziale Medien mit ihren enormen Nutzerzahlen mit der klassischen Reichweite. Dies ist ein Trugschluss, der nur auf die “Infrastruktur” der sozialen Medien übertragen wird.

Wen finden Unternehmen in den sozialen Medien?
Jeden und niemanden – je nachdem wie gut Sie Social Media nutzen. Wenngleich wir nicht von der Reichweite im klassischen Sinne sprechen, finden Sie in den sozialen Medien all jene Bezugsgruppen, die ich ansprechen möchte mit Ihrem Produkt / Ihrer Dienstleitung.

Zielgruppen: Wen aber identifiziere ich wie und wo?
Überall finden Sie Kunden, potentielle Kunden, Multiplikatoren,Zuhörer,Mitarbeiter und potentielle Mitarbeiter – Social Media bietet die Möglichkeit, diese zu identifizieren und mit diesen in Dialog zu treten – aber auch diesen zuzuhören.

Ein weitere Fehler: Überschätzen der Interaktion: häufig wird der Kommunikationswille vieler Nutzer überschätzt – eine Fanpage bei Facebook macht noch lange keinen Dialog, über den das Unternehmen am Ende verkauft. Bieten Sie Mehrwert, geben Sie Anlass und Kontext zum Kommunizieren!

Für wen also und mit welchem Ziel kommuniziere ich als Unternehmen?
Hier empfiehlt Björn, den Kontext zu verstehen, in dem meine Zielgruppen kommunizieren: wo tauschen diese sich aus und welche Sprache nutzen sie? Nur, weil es unzählige Fanseiten bei Facebook gibt, muss eine Seite für mein Unternehmen das richtige sein. Möglicherweise passt mein Thema eher zu einem Blog oder Twitter. Behalten Sie alle Portale im Blick, schaffen Sie über die Portale hinaus eine authentisch- einheitliche Kommunikation.

Welche Themen interessieren?

Hier unterschieden sich klassische Kommunikation und Social Media: beziehen Sie stärker die eigene Sicht und den Kontext ein. Stoßen Sie Themen und Gedanken an, worauf die Zielgruppe einsteigen kann, Fragen stellen und Informationen hinzufügen kann. Das schafft Aufmerksamkeit und Involvement.

Identität und Authentizität
Bevor Sie mit Social Media starten, sollte ihnen bewusst sein, wer Sie sind. Wofür steht Ihr Unternehmen, Ihre Marke?

Sagen Sie nicht dass, was Sie meinen, was die Welt hören möchte, sondern seien Sie ehrlich und behalten Ihre Identität! Ihre Meinung und Einstellung zählt –  da liegt das Interesse der Social Media: Ihre Identität.

Kommunikationsarchitektur:
Es gibt zwar unterschiedliche Portale, aber: die Menschen nutzen alles an unterschiedlichen Stellen. Die Inhalte sind auch an unterschiedliche Stellen. Der beste Weg ist nicht über ein bestimmtes Netzwerk, sondern Ihre Themen an vielen Orten authentisch zu platzieren.

Heißt: Social Media ist ein großes, in Interaktion stehendes Netz. Wenn Sie die einzelnen Orte nicht als getrennt von einander wahrnehmen, sondern das große Ganze betrachten, schaffen Sie ein glaubwürdiges Bild Ihrer Leistungen.

Was sind Fans und Follower wert?
Auch hier gilt Zuhören, Wertschätzung und ehrliche Kommunikation. Treten Sie mit den Gästen und Kommunikatoren in Kontakt, die über Sie schreiben, die regelmäßig Zeit investieren, Inhalte über Ihr Unternehmen zu publizieren. Sei es via facebook, Twitter oder Check – In Dienste: bedanken Sie sich, treten Sie in Kontakt mit der Person, vielleicht sogar als Direktor, nicht mehr als Marke. Dies schafft Vertrauen; Sie zeigen sich erkenntlich.

Haben Sie Geduld

Erwarten Sie nicht zu schnelle Erfolge! Social Media speist sich aus vielen Quellen und einem Gespür für die eigenen Bezugsgruppen –  das kostet Zeit aber wird am Ende nachhaltiger sein als Kommunikation in klassisch-werbender Gieskannen – Manier.

 Fazit also: Der Mensch macht’s

 

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