20 vermeidbare Blogger-Fehler

Mit über 175 Millionen Blogs weltweit und jede Sekunde mehr geht man als neuer Blogger leicht in der Masse unter. Daher kann es gut sein, dass es etwas dauert bis nicht nur die engsten Freunde und Familienmitglieder den Blog lesen. Unter Beachtung einiger Punkte allerdings, kann man sich den nötigen Schubs dorthin auch selbst geben.
Bloggen ist keine Wissenschaft, und alles was hier geschrieben steht ist bloß eine Meinung, aber aus Erfahrung lässt sich sagen, dass bei Vermeidung dieser 20 Punkte (ohne Anspruch auf Vollständigkeit), die Chancen auf eine größere Leserschaft steigen.

1. Keine eigene Domain
Wer die komplette Kontrolle über seinen Blog will sollte sich eine eigene Domain zulegen. Viele Leser nehmen über Blogs mit Adressen wie etwa xxxxx.blogspot.com nicht ernst, da es einfach nicht gut aussieht. Suchmaschinen stehen übrigens auch viel mehr auf echte Domains.

2. Keine Informationen über den Autor und schwieriges kommentieren
Es muss ja kein lückenloser Lebenslauf sein, aber ein paar Sätze über Sie und warum Sie diesen Blog schreiben kombiniert mit einem Foto geben Ihnen ein Gesicht und eine Persönlichkeit in der Masse der anonymen Internetuser. Das ist schnell gemacht und schafft Vertrauen.
Ein einfaches System, das Ihren Lesern ermöglicht Kommentare abzugeben ist ebenso wichtig. Wer sich erst mit persönlichen Daten und E-Mail Adresse anmelden muss, wird sehr leicht vom kommentieren abgeschreckt.

3. Unscheinbare oder versteckte RSS- und Social Media Buttons
Es gibt so viele Quellen für gratis Buttons und so viele Möglichkeiten sich seine eigenen zu machen. Ein Button der sofort wieder in der Versenkung verschwindet gerät schnell in Vergessenheit.

4. Keine Permalinks
Permalinks sind Links, die direkt zu einem bestimmten Artikel führen. Lange Sucherei von der Startseite aus erschweren es dem User nur. Nehmen Sie ihm die Arbeit ab, er wird es Ihnen danken.

5. Keine HTML-Kenntnisse
Mit wenig Aufwand können Sie sich die Basics von HTML selbst beibringen und sparen dafür in der Folge viel Zeit bei der Formatierung. Hier einige hilfreiche Links
HTML Basics
HTML Farbcodes

6. Tote oder sinnlose Links
Kontrollieren Sie Links bevor Sie sie veröffentlichen. Tote Links sehen schlampig aus. Bei Links ohne Beschreibung weiß der Leser nicht, ob es sich lohnt oder ärgert sich wenn er etwas laden muss, dass sich dann als uninteressant für ihn herausstellt.

7. Keine ansprechende Aufmachung
Der erste Eindruck entscheidet. So gut die „inneren Werte“ Ihres Blogs auch sein können, entscheiden viele Leser (bzw. Schauer) ob sie bei Ihnen lesen, aufgrund der Aufmachung. Es muss kein Feuerwerk an grafischen Elementen sein, aber eine ansprechende Linie sollte sich schon durch die Seite ziehen. Das Auge liest schließlich mit.

8. Klauen fremder Bloginhalte
Das verwenden von fremden Blog-Gut ist ein heikles Thema. Keiner kann das Rad neu erfinden und vieles was man bloggt hat man vorher schon irgendwo gelesen.
Das Übernehmen von ganzen Texten ist allerdings nicht OK. Auch nicht wenn es mit einem Link versehen wird. Die Idee zu übernehmen und selbst fortzuführen ist vollkommen in Ordnung.

9. Keine Regelmäßigen Blogs
Blogs sollten einigermaßen regelmäßig erscheinen. Je öfter das Update kommt, desto besser. Aber mit zu langen Pausen zwischen den Einträgen verliert man viele Leser. Schließlich hört man irgendwann auf, die Seite zu besuchen, wenn es nie etwas neues gibt.

10. Keine Beteiligung an anderen Blogs
Wer sich aktiv an anderen Blogs beteiligt erreicht seine Ziele wesentlich schneller. Geben ist schließlich seliger als nehmen und andere werden sich auch ihren Blog ansehen, wenn sie Ihr Interesse spüren. Ein kleiner Link bei jedem Ihrer Kommentare lockt so auch viele andere auf Ihre Seite.

11. Keinen persönlichen Stil
Viele neue Blogger glauben, sie machen sich verletzlich wenn sie in ihrem eigenen Stil schreiben. Dass Kritik zu Ihrem Geschriebenen aber keineswegs schlecht ist, kann Ihnen jeder bestätigen, der schon einmal daraus gelernt hat. Der Charakter Ihres Blogs hebt Sie aus der Masse der Blogger ab.

12. Zeitlich begrenztes bloggen
Wer sich selbst eine zeitliche Grenze steckt bis zu der er Ergebnisse sehen will oder wieder aufhört, kann es auch gleich bleiben lassen. Sie sollten bloggen um zu schreiben und wenn Sie nicht schreiben wollen, dann lassen Sie es.

13. Sich mit anderen vergleichen
Wer seine Leserzahlen mit anderen vergleicht wird sehr bald entmutigt sein. Stecken Sie sich eigene, realistische Ziele und suchen Sie Ihren eigenen Weg.

14. Überbewerbung in Sozialen Netzwerken
Twitter, Facebook und Co sind ideal um Blogs durch Links publik zu machen. Aber übertreiben Sie es nicht. Sonst kann es sehr gut sein, dass Sie auf der Ignorieren-Liste ihrer potentiellen Leser landen.

15. Nicht auf Kommentare antworten
Durch Kommentare können Sie viele Leser dauerhaft an Ihre Blogs binden. Es können ganze Konversationen oder Diskussionen entstehen, die Ihren Blog ständig interessant halten. Wer nicht auf die Kommentare seiner Leser antwortet verpasst diese Chance.
Viele Blogger nutzen diese Chance nicht – eine weitere Möglichkeit für Sie sich von der Menge abzuheben.

16. Entschuldigungen
Viele neue und sehr wenige erfahrene Blogger entschuldigen sich in ihren Beiträgen dafür, dass sie keine Zeit hatten etwas zu schreiben. Sie müssen sich darüber klar sein, dass diese Blogs für lange Zeit abrufbar sind und nerven, wenn man sie findet. Es bedarf keiner Entschuldigung aber wenn Sie die längere Pause kompensieren wollen, dann kommen Sie dafür mit einer umso besseren Geschichte. Ohne Entschuldigung!

17. Schwierige und lange Domain-Namen
Dass eine eigene Domain wichtig ist wurde in Punkt 1 bereits erklärt. Aber auch der Name an sich ist wichtig. Sobald die Frage „Wie schreibt man das?“ auftaucht wird es bereits problematisch. Je einfacher und eingängiger, desto besser.

18. Zu lange Einträge
Lange Einträge sind in Ordnung. Aber nur wenn sie strukturiert sind. Zwischenüberschriften oder Aufzählungen dienen der Orientierung und verhindern zu lange Textblöcke. Wenn der Blog auf tiefgehende Erklärungen oder ähnliches ausgelegt ist, sieht das ganze natürlich anders aus.

19. Störende Elemente
Wenn Sie einen kleinen Blog nur für Ihre Freunde betreiben mag es in Ordnung sein, das Ganze mit Musik zu hinterlegen, aber wenn Sie sich einer großen Leserschaft erschließen wollen, dann vermeiden Sie es lieber. Sie können unmöglich den Musikgeschmack aller Ihrer Leser treffen und unangenehme erste Eindrücke sind nie gut.

20. Alles besser wissen, nichts einsehen
Geben Sie es ruhig zu, wenn Sie falsch gelegen haben. Das macht Sie menschlicher und sympathisch. Verbohrtheit und Besserwisserei wird Ihnen nur verbohrte und besserwissende Leser einbringen.

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